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Tag der Batterie: Richtig entsorgen und BrÀnde vorbeugen

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Am 18. Februar wird der internationale Tag der Batterie gefeiert – eine passende Gelegenheit fĂŒr Umweltminister Norbert Totschnig, die Abfallwirtschaft und die Feuerwehr, um auf die fachgerechte Entsorgung von Batterien hinzuweisen. In einem Live-Experiment bei einem Pressetermin wurde die Brandgefahr von beschĂ€digten Akkus eindrucksvoll demonstriert.

Seit der Erfindung der Batterie durch Alessandro Volta im Jahr 1800 haben Energiespeicher unseren Alltag grundlegend verĂ€ndert. Was einst als bahnbrechende Innovation begann, ist heute selbstverstĂ€ndlich geworden – in Mobiltelefonen, Werkzeugen, Spielzeug oder E-Bikes. Doch mit dem technischen Fortschritt wĂ€chst auch eine neue Herausforderung: die steigende Brandgefahr durch falsch entsorgte Batterien und Akkus.

Umweltminister Norbert Totschnig verweist auf erfolgreiche Initiativen wie „Her mit leer“, betont jedoch, dass weitere Schritte – bis hin zu einem möglichen europaweiten Pfandsystem fĂŒr Akkus – notwendig sind. Auch die Entsorgungswirtschaft investiert massiv in Sicherheitstechnik. Dennoch, so Berthold Kren von Saubermacher, kann das Problem nicht allein am Ende der Kette gelöst werden – es braucht Bewusstsein und Verantwortung bei jedem Einzelnen.

WĂ€hrend bei herkömmlichen Batterien hohe Sammelquoten erreicht werden, besteht insbesondere bei Lithium-Akkus noch deutlicher Aufholbedarf. "FehlwĂŒrfe” fĂŒhren immer wieder zu gefĂ€hrlichen Situationen. Martin Mittnecker (ÖBFV) berichtet von einer spĂŒrbaren Zunahme an Akku-BrĂ€nden. BeschĂ€digte Akkus können sich zeitverzögert entzĂŒnden – oftmals tief im MĂŒll verborgen. Die Folge sind schwierige, langwierige LöscheinsĂ€tze mit starker Rauchentwicklung und erheblichen Umweltbelastungen.

FĂŒr die Feuerwehren bedeutet das zusĂ€tzliche, oft aufwendige EinsĂ€tze – EinsĂ€tze, die durch richtige Entsorgung vielfach vermeidbar wĂ€ren.

Der Tag der Batterie erinnert uns daher nicht nur an eine große technische Errungenschaft, sondern auch an unsere gemeinsame Verantwortung fĂŒr Sicherheit und Umweltschutz.

🔋 Umweltminister Norbert Totschnig: „Kampagnen wie ‚Her mit leer‘ funktionieren gut in Zusammenarbeit mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Dennoch braucht es weitere Maßnahmen. Auf europĂ€ischer Ebene wurde die Kommission aufgefordert, aktiv zu werden – etwa hinsichtlich eines möglichen europaweiten Pfandsystems fĂŒr Akkus.“

🔋Berthold Kren, Firma Saubermacher: „Wir investieren massiv in Sicherheitstechnik, um BrĂ€nde zu vermeiden. Dennoch können wir das Problem nicht allein auf der Entsorgungsseite lösen. Es braucht Bewusstseinsbildung bei den Konsumentinnen und Konsumenten.“

🔋Elisabeth Giehser, ElektroaltgerĂ€te-Koordinierungsstelle: „Wir haben es gemeinsam geschafft, die Sammelquote auf 53 Prozent zu heben und erfĂŒllen damit die EU-Vorgaben. Bei herkömmlichen Batterien liegt die Sammelquote sogar bei ĂŒber 86 Prozent – hier sammelt die österreichische Bevölkerung sehr verantwortungsvoll. Bei Lithium-Akkus liegen wir derzeit jedoch nur bei etwa 13 bis 14 Prozent. Jeder Einzelne kann ‚FehlwĂŒrfe‘ – also falsche Entsorgung – vermeiden und zu einer sicheren Abfallwirtschaft beitragen.“

🔋Martin Mittnecker, ÖBFV: „Wir beobachten eine Zunahme von Akku-BrĂ€nden. Durch die mechanische Bearbeitung in MĂŒllsammelfahrzeugen und in Sortieranlagen können Akkus beschĂ€digt werden und zeitverzögert reagieren. Die BrandbekĂ€mpfung ist Ă€ußerst schwierig, der Brand kann ein bis zwei Meter unter der OberflĂ€che in SchĂŒttguthaufen entstehen. Es kommt zu langwierigen EinsĂ€tzen, erheblicher Rauchentwicklung und UmweltschĂ€den.“

Fotos: M. Seyfert / FEUERWEHR.AT

🔋🔋🔋 Eigene Aktion der Feuerwehrjugend geplant

Die Feuerwehrjugend Österreich bereitet gemeinsam mit starken Partnern eine Initiative vor, die zeigt, wie Verantwortung, Teamgeist und Engagement fĂŒr unsere Umwelt zusammenwirken können; mehr dĂŒrfen wir heute noch nicht verraten – aber eines ist sicher: Es wird eine starke Aktion rund um Bewusstsein, Verantwortung und richtige Entsorgung geben. 

👉 Bleibt dran – mehr Infos folgen in den nĂ€chsten Monaten!